Chemisches Ätzen vs. Laserätzen: Was ist der Unterschied?

Wichtige Punkte im Überblick

  • Laserätzen ist automatisiert, schneller und eignet sich für Einzelstücke bis Serien mit kurzer Taktzeit.
  • Chemisches Ätzen erfordert mehrere manuelle Schritte (Fotolack, Maske, Ätzbad) und ist zeitintensiv.
  • Laserätzen vermeidet gefährliche Chemikalien; chemisches Ätzen erzeugt toxische Abfälle und Emissionen.
  • Laser bietet vielfältige Markiermodi (Anlassen/Schwarz, White‑Marking, Gravur) und präzise Tiefensteuerung.
  • Kosten: Chemie niedrige Anschaffung, Laser langfristig kosteneffizient durch Automatisierung und Durchsatz.

Chemisches Ätzen ist seit langem eine bevorzugte Technik zur Oberflächenmarkierung und Materialabtragung. Da Hersteller jedoch nach effizienteren Ätzverfahren suchen, bietet das Laserätzen zahlreiche Vorteile und hat sich als praktikable Alternative etabliert. Obwohl chemisches Ätzen und Laserätzen ähnliche Endergebnisse liefern, bestehen wesentliche Unterschiede im Ätzprozess. Das Verständnis dieser Unterschiede ermöglicht es Herstellern, ihre Ätzverfahren optimal an die jeweiligen Projektanforderungen anzupassen.
In diesem Beitrag gehen wir detailliert auf chemisches Ätzen und Laserätzen ein und vergleichen die Verfahren hinsichtlich Prozess, Kosten, Umweltbelastung und Geschwindigkeit.

Was ist chemisches Ätzen?

Beim chemischen Ätzen werden Eisen(III)-chlorid oder Salpetersäure verwendet, um ein Design zu erzeugen oder Material zu entfernen, beispielsweise zur Analyse fehlerhafter Formen.
Der chemische Ätzprozess verläuft wie folgt:
Zunächst wird das Metall mit Chemikalien gereinigt, um Öl, Schmutz und Wachse zu entfernen. Anschließend wird eine Schicht eines UV-lichtempfindlichen Fotolacks (Photoresist) auf das gereinigte Metall aufgebracht. Danach durchdringt UV-Licht eine Fotomaske mit dem gewünschten Design und belichtet den Fotolack. Im Anschluss wird der Fotolack entsprechend dem Ätzdesign entfernt. Sobald der Fotolack entfernt ist, wird das chemische Ätzmittel aufgesprüht, welche das Metall an den freigelegten Stellen auflöst. Abschließend wird der verbleibende Fotolack entfernt, um das fertige Produkt freizulegen.

Was ist Laserätzen?

Laserätzen ist ein Verfahren, bei dem ein Laser verwendet wird, um dauerhafte Markierungen auf einer Oberfläche zu erzeugen. Der Laserstrahl fokussiert auf die Oberfläche, und die Hitze des Lasers verdampft oder sublimiert das Material, wodurch eine Markierung entsteht. Dieses Verfahren findet in vielen Industrien und auf verschiedenen Materialien wie Metall, Kunststoff, Glas und Holz Anwendung. Sowohl direktes als auch indirektes Laserätzen bieten die Vielseitigkeit und Präzision, die viele Anwendungen erfordern.

Anlassbeschriftung

Laserlicht erhitzt eine Metalloberfläche, um klare, glatte Markierungen ohne Aufwölbungen oder Risse zu erzeugen.

Weiße Markierung

Laserlicht ritzt die Metalloberfläche präzise an, sodass das Licht gestreut wird und eine weiße Markierung entsteht.

Gravur

Hochenergetisches Laserlicht entfernt Material. Durch wiederholtes Markieren sind auch tiefe Gravuren möglich.

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Unterschiede zwischen chemischem Ätzen und Laserätzen

Obwohl sowohl chemisches als auch Laserätzen zur Erzeugung von Mustern auf verschiedenen Materialien eingesetzt werden, gibt es einige wesentliche Unterschiede:

Geschwindigkeit

Laserätzen ist deutlich schneller als chemisches Ätzen. Chemisches Ätzen umfasst zeitintensive Schritte wie:

  • Materialbeschaffung
  • Schablonenerstellung
  • Chemikalienauftrag
  • Schablonenentfernung

Beim Laserätzen ist der zeitaufwändigste Teil meist die Vorbereitung der Grafik, die je nach Designer variiert. Der eigentliche Ätzvorgang mit der Laser-Markiermaschine dauert hingegen nur wenige Sekunden, abhängig von Größe und Stil der Markierung.

Arbeitsaufwand

Chemisches Ätzen ist nicht nur zeitintensiv, sondern auch arbeitsaufwendig, da jeder Schritt manuell durchgeführt werden muss.
Laserätzen hingegen ist automatisiert und erfordert keinen manuellen Arbeitsaufwand während des Markierprozesses.

Umwelt- und Gesundheitsaspekte

Laserätzen verursacht lediglich Stromverbrauch für den Betrieb der Laser-Markiermaschine.
Chemisches Ätzen hingegen belastet Umwelt und Gesundheit durch den Einsatz toxischer Chemikalien. Diese setzen CO₂ frei, und erzeugen giftige Abfälle, die Luft und Gewässer verschmutzen. Zudem können die Chemikalien Atemwegserkrankungen verursachen und Hautverbrennungen hervorrufen.

Kosten

Die Kostenbewertung hängt stark von der Häufigkeit der Anwendung ab.
Die Anschaffungskosten für chemisches Ätzen sind zunächst deutlich niedriger als für Laserätzen.
Langfristig ist Laserätzen jedoch kosteneffizienter, da die Kosten pro Projekt durch Automatisierung und Geschwindigkeit sinken.

Top-Branchen für chemisches Ätzen vs. Laserätzen

Da sowohl chemisches Ätzen als auch Laserätzen zum Materialabtrag oder zur Designaufbringung auf Metallen eingesetzt werden, finden diese Verfahren in zahlreichen Branchen Anwendung. Die wichtigsten Branchen sind:

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